Winterharte Bananenstaude Musa

Die Winterharte Bananenstaude (Musa Basjoo Sakalinensis) benötigt einen hellen, sonnigen aber geschützten Standort, starke Winde können das junge Blattwerk beschädigen.

Sie kann im Freiland, als auch im Kübel gepflanzt werden. Bei Kübelpflanzung sollte darauf geachtet werden, daß dieser ausreichend groß ist (mind. 60-100 l Fassungsvermögen). Die Banane hat einen sehr hohen Nährstoff- und Feuchtigkeitsbedarf, der Boden sollte lehmig-nährstoffreich, Staunässe jedoch vermieden werden. Bei Kübelpflanzung auf dem Boden eine Drainage legen.
Sie kann innerhalb von wenigen Wochen eine Höhe von bis zu 3,50m erreichen und bildet mit ihren bis zu 3m langen, breiten Blättern ein regelrechtes Dach. In der Wachstumsphase von Frühjahr bis Sommer sollte 1x monatlich mit einem Volldünger (Flüssigdünger im Gießwasser) gedüngt werden. Bei Kübelpflanzung sollte die Staude etwa alle 2 Jahre umgetopft werden.
Bei der Blüte müssen Sie Geduld zeigen,  etwa 4 - 6 Jahre braucht die Pflanze um bei optimalen Bedingungen die creme-blassgelbfarbene Blüte und Früchte anzusetzen. Um eine Fruchtbildung bzw. Reife zu erreichen, sollte die Pflanze im Spätherbst in die Wärme umziehen. Die Staude ist zwar winterhart, die Früchte brauchen jedoch Wärme um auszureifen.
Ein Rückschnitt ist generell weder nötig noch möglich. Störende Blätter können jedoch entfernt werden.

Winter:

 Die Winterhärte der Staude bezieht sich nur auf den Stamm und das Herz der Pflanze.
Nach dem ersten Frost, werden die Blätter meist braun, welk oder, je nach Witterung, auch faul. Jetzt wird der Stamm bis auf einen Stumpf eingekürzt und zum Schutz mit Vlies, Jute oder Bast umwickelt. Der verbleibende Stumpf wird der Größe und dem Alterder Pflanze angepasst. Bei alten Pflanzen kann dieser durchaus 2m hoch sein.
Der Boden sollte dann im Umkreis von mindestens 1m dick mit Laub- oder Rindenmulch bedeckt werden. Falls Noppenfolie verwendet wird, muss diese Luftlöcher aufweisen, sonst tritt Fäulnisgefahr auf.
Am günstigsten ist es, Styroporplatten auszulegen und diese mit Mulch abzudecken.
Staunässe unbedingt vermeiden damit die Wurzeln nicht faulen. Die Schutzschicht wird erst im Mai, wenn keine Fröste mehr zu erwarten
sind, entfernt. Sobald der Boden sich dann ausreichend erwärmt hat, treibt die Staude aus dem verbliebenen Stamm wieder aus und
kann dann auch wieder zu einer Höhe von 3,50m heranwachsen.
Wenn Sie die Staude im Innenraum überwintern, ist ein Schutz und Rückschnitt nicht erforderlich, die Pflanze wächst normal weiter.

Ableger:

 Es bilden sich Ableger aus dem Wurzelballen, diese sollte man belassen, da es sich bei dieser Art um eine Staude handelt die mehrere Triebe aus der Wurzel bildet wie andere Stauden auch. - sie zieht auch ein für die Überwinterung - daher die Mutterpflanze im Spätherbst einkürzen, die Kinder wachsen im Frühjahr weiter - es ist auch möglich die Ableger zur weiteren Kultivierung (Vermehrung) zu verwenden, dann vorsichtig mit den kleinen Wurzeln aus der Erde lösen - sobald sie erscheinen, in einen Topf pflanzen und warm stellen - es kann Wochen dauern, bis man ein Wachstum erkennen kann, die Ableger müssen sich erst festigen.

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