Kartoffeln
Obwohl Reis die Kartoffel als Welt-Grundnahrungsmittel schon längst verdrängt hat, spielt sie im Europäischen und Südamerikanischen Raum dennoch eine große Rolle. Und nicht nur als Nahrungsmittel wird sie genutzt, auch die Verarbeitung zu Alkohol und Tierfutter ist bekannt, sowie die Verarbeitung zu Kartoffelstärke, die zur Papier- Medikamentenherstellung und vielem mehr genutzt wird.
Man unterscheidet zwischen frühen, mittelfrühen und späten Sorten, sowie nach festkochend, vorwiegend festkochend,
mehligkochend und vorwiegend mehligkochend. Zudem gibt es die Kartoffel in den unterschiedlichsten Größen, Formen und auch Farben.
Kartoffel lieben die Sonne und wachsen am liebsten in einem lockeren, sandigen Lehmboden. Wenn man vor der Pflanzzeit den
Boden mit Stallmist oder einem Volldünger anreichert, erhöht sich die Ernte.
Zum Pflanzen der Kartoffeln benutzt man spezielle Pflanzkartoffeln, die in Zuchtbetrieben hergestellt werden. Die eigene Ernte zur Zucht zu nehmen, ist nicht ratsam, da sich so sehr schnell Krankheiten ausbreiten und die Ernte auch nur sehr gering ist.
Der beste Zeitpunkt zum Legen der Knollen ist zwischen April und Mai.
Legen Sie Furchen an (Reihenabstand 60-65 cm) und legen Sie die Pflanzkartoffeln in einem Abstand von etwa 30 cm hinein. Decken Sie die Knollen anschließend wieder mit Erde zu.
2,5 kg reicht für etwa 10-15 qm Gartenland.
Der sog. Pluspol mit den Augen (Triebansätzen) muss immer nach oben zeigen. Bei falsch gelegten Kartoffeln wird der Ertrag wesentlich geringer sein. Die Knolle wird 5-10 cm tief gelegt, der erste Laubaustrieb ist sehr frostempfindlich, daher ist es ratsam, bis Mitte Mai eine wärmeisolierende Folie über das Beet zu spannen.
Sobald die ersten Triebe erscheinen, muss auch das erste Unkraut entfernt werden und zum ersten Mal gehackt werden, damit kein Unkraut hochkommt. Bei längerer Trockenheit muss gewässert werden. Bevor sich die ersten Blütenknospen zeigen, wird zu den Stängeln hin angehäufelt. Die sich bildenden Knollen müssen unter der Erde, also dunkel bleiben, sie werden sonst grün und ungenießbar.
Die Pflanze braucht jetzt Ruhe im Wurzelbereich für den Knollenansatz.
Bei Frühkartoffeln erntet man, bevor das Laub abgestorben ist.
Bei späteren Sorten, die gelagert werden sollen, wird erst geerntet, wenn das Laub ganz vergilbt ist. Das verwelkte Laub kann zur Düngung liegen bleiben, weil es kalk- und kalireich ist.
Kartoffeln "vertragen" sich mit einigen Pflanzen sehr gut, mit anderen weniger gut.
Kamille, Kapuzinerkresse, Kohl und Kohlrabi, Mais, Spinat und Dicke Bohnen können gut neben Kartoffeln gepflanzt werden, die Nachbarschaft von Tomaten, Sellerie, Erbsen und Kürbis sollte hingegen vermieden werden.