Heckenpflanzung
Hecken sind nicht nur Sichtschutz, sondern bieten auch vielen Tieren Unterschlupf und Nistplätze. Sie sind daher immer die bessere Alternative zu starren Zäunen und Mauern.
Je nach Art der Pflanzen setzt man 3-5 Pflanzen pro laufenden Meter. Bei Wurzelware werden die Wurzelspitzen vor der Pflanzung beschnitten und die Pflanzen mindestens einen halben Tag gewässert. Container- und Ballenpflanzen stellt man für einige Minuten in ein Gefäß mit Wasser, damit sich der Wurzelballen
voll saugen kann. Topf und Ballennetz noch nicht entfernen, sonst bröselt die Erde weg!
Um die Hecke gerade anzulegen, spannen Sie am besten eine Richtschnur und heben entlang dieser den Pflanzgraben aus. Der Pflanzgraben sollte eine Breite von mindestens 50 cm haben, die Tiefe richtet sich nach der Wurzellänge bzw. Topf/ Ballengröße + 10 cm. Ist der Boden von schlechter Qualität, heben Sie den Graben größer aus, damit man die Erde zum Auffüllen noch verbessern kann.
Es sollte sich im Graben keine Staunässe bilden, sonst faulen die Wurzeln und die ganze Arbeit war umsonst. Besser den Pflanzgraben selbst noch mit einer Harke auflockern, evtl. auch Abzugslöcher in den Boden bohren und mit Sand füllen, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. In den gesamten Pflanzgraben wird dann ein wenig lockere Erde gefüllt.
Die Topf- oder Ballenpflanzen werden nun von ihrer Ummantelung befreit und in den Pflanzgraben gestellt. Die Juteumhüllung bleibt am Wurzelballen der Pflanze da sie das Anwachsen begünstigt. Lediglich Kunststoffverpackungen, die wasserundurchlässig sind, Tontöpfe und Kübel müssen vor der Pflanzung unbedingt entfernt werden. Achten Sie auf einen regelmäßigen Pflanzabstand und eine gerade Linie. Hier hilft auch wieder das Spannen der Richtschnur. Die Pflanzen sollten dabei nicht viel tiefer zu stehen kommen, als in der Baumschule, was sie an der Topferde erkennen. Dann mit der Aushubserde, die ggf. mit Sand, guter Gartenerde und Kompost verbessert wurde, den Graben wieder zuschütten.
Wurzelware pflanzt man am einfachsten zu zweit. Einer hält die Pflanze so, daß die Wurzeln leicht aufliegen und die Pflanze nicht zu tief steht. Der erste Wurzelstrang liegt optimalerweise eine halbe Handbreit unter der Erde. Dann schüttet der zweite die Erde vorsichtig wieder auf.
Drücken Sie die Pflanzen nun nicht zu stark an, der Boden darf sich nicht wieder verdichten. Jetzt werden die Pflanzen gut eingeschlämmt. In den nächsten Tagen das Gießen nicht vergessen! Bei heißem Wetter mindestens 2 Wochen lang täglich gießen.
Pflanzgrube und Pflanzgraben erhalten nun eine Abdeckung aus Mulch. Mulch hält nicht nur die Feuchtigkeit im Boden, sondern schützt den Wurzelbereich auch vor Frost und Wind. Zusätzlich sorgt er dafür, daß sich Unkräuter nicht ausbreiten. In trockenen Gebieten soll man alle Koniferen vor Eintritt des Winters gut und durchdringend wässern, bei einem trockenen Winter sollten immergrüne Pflanzen an frostfreien Tagen zusätzlich etwas gewässert werden.
Heckenpflanzen sind Flachwurzler, die in den ersten 1-2 Jahren viel Kraft benötigen, um sich in dem neuen Erdreich zu verwurzeln. Danach ist mit einem sich jährlich steigernden Wachstum zu rechnen. Ab dem 2. Standjahr sollten jährlich ein bis zwei Rück- bzw. Formschnitte vorgenommen werden. Auf diese gehen wir im Kapitel Heckenschnitt ein.
Düngen sollten Sie Hecken mit einem Volldünger bzw. Spezialdünger für Koniferen wie unserem ASIHUM Heckenpflanzendünger. Die erste Düngung sollten Sie jedoch erst geben, wenn die Pflanzen angewachsen sind, keinesfalls bei der Pflanzung Stallmist oder Dünger beigeben!