Balkon- und Sommerblumen allgemein
Kaum ein Balkon oder eine Terrasse kommt im Sommer ohne eine bunte Bepflanzung aus.
Die Auswahl an Farben und Formen und Kombinationen ist schier unendlich, jedes Jahr kommen Neuheiten auf den Markt. Damit man den Überblick behält und lange Freude an seiner Bepflanzung hat, sollte man einige einfache Regeln beachten.
Blumenerde
Blumenerde ist für die Pflanzen Wasser- und Nährstoffspeicher. Sie soll ein gesundes Wachstum und eine schnelle Entwicklung begünstigen. Gute (und teurere) Blumenerde ist meistens vorgedüngt, weswegen eine erste Düngung frühestens 4 Wochen nach der Pflanzung erfolgen sollte.
Vermeiden Sie möglichst Blumenerde mit hohem Torfanteil. Torf ist zwar ein guter Wasserspeicher und Hauptbestandteil vieler Blumenerden, aber der Abbau von Torf schadet der Umwelt.
Durch den Abbau in den Moorflächen wird der Lebensraum vieler Tiere zerstört und es dauert Jahrzehnte, bis sich die Flächen wieder erholt haben. In den Moorflächen bildet sich in einem Jahr nur 1mm neuer Torf aus abgestorbenen Pflanzenteilen! Eine gute Alternative zu Torf sind Holz- oder Kokosfasern, Kompost, Rindenhumus oder Chinaschilf, am besten gemischt.
Bepflanzung
Hohe Pflanzen kommen hinter niedrige Pflanzen, hängende ganz nach vorne. Um einen üppigen, dichten Blütenflor zu erreichen, den Pflanzen aber noch genügend Raum zu geben, pflanzt man versetzt. Auf einem Meter Kasten rechnet man etwa 6 Pflanzen. Setzen Sie neben einer blühenden Pflanze auch eine grüne, z.B. Efeu, Goldilocks, Süßkartoffeln. Hierdurch bleibt das Erscheinungsbild klarer.
Pflege
Bevor die Pflanzen in Ihr neues Reich kommen, werden Sie gut gegossen oder -noch besser- getaucht. Frisch gepflanzte, vorher nicht gewässerte Pflanzen können aus der umgebenden Erde nur schlecht Wasser aufnehmen.
Ist die Blumenerde bereits vorgedüngt, brauchen Sie in den folgenden 4 Wochen keine Düngungen vorzunehmen. Erst dann wird regelmäßig (etwa 2x wöchentlich) mit Flüssigdünger ein Nährstoffnachschub gegeben. Nur morgens und abends gießen damit die Blätter und Blüten nicht verbrennen. Eine große Erleichterung sind Blumenkästen und Kübel mit Wasserspeicher. Sie zeigen an, wenn der Wasservorrat zur Neige geht und erst dann wird wieder gegossen. Die Pflanzen ziehen sich ihr Wasser selbst, so entsteht keine Staunässe.
Verblühtes sollte immer entfernt werden, denn es kostet die Pflanze nur unnötig Kraft.