Äpfel
Äpfel (Malus) begleiten den Menschen schon seit Urzeiten, man denke nur an Adam und Eva und Wilhelm Tell, den Reichsapfel und den Zankapfel. Kelten, Germanen und viele andere Völker verehrten den Apfelbaum und schrieben ihm besondere Fähigkeiten zu.
Äpfel - der Deutschen liebstes Obst. Ungefähr 17 Kilo dieser vielseitig verwendbaren Früchte vertilgen die Deutschen im Jahr,
Säfte und andere Apfelprodukte nicht mitgerechnet. Auch in der Schweiz und in Österreich gelten Äpfel als das Obst schlechthin.
Die Heimat ist Kleinasien, von dort aus verbreitete er sich über Griechenland und Italien.
Zwar kannte man auch schon in Europa den Apfel, jedoch war dieser ungenießbar. (Holzapfel)
Die Römer brachten den Apfel letztendlich in unsere Breitengerade und entwickelten die erste Veredelungstechnik, das Pfropfen.
Auch heutzutage ist diese Methode die einzige, um Tafeläpfel zu vermehren.
Unsere heutigen Kulturäpfel benötigen einen humosen, lehm- und etwas kalkhaltigen Gartenboden der feucht sein sollte. Staunässe muss vermieden werden.
Der Standort sollte sonnig, aber etwas geschützt sein, da bei hohen Lagen oder zugigen Standorten die Gefahr besteht, daß die Blüten durch Spätfröste erfrieren. Die meisten gängigen Apfelsorten, auch die von uns angebotenen Gehölze sind jedoch recht robust zudem wird Winterkälte benötigt, um Früchte zu bilden.
Äpfel sind Flachwurzler, man sollte also bei der Pflanzung einen genügenden Pflanzabstand einhalten.
Junge Apfelbäume werden erst gegen Ende Februar geschnitten damit keine Schädigung durch Frost auftritt. Ab etwa 5. Standjahr
kann auch früher geschnitten werden.
Wird im Herbst gepflanzt, erfolgt der Pflanzschnitt im Frühjahr darauf, bei Frühjahrspflanzung sofort.
Entlang des Stammtriebes befinden sich mehrere einjährige Seitentriebe. 3 - 5 Stück starke Seitentriebe wählt man aus
zu einer späteren Kronenbildung, alle anderen schwachen Seitentriebe werden entfernt. In jedem Fall wird auch der Konkurrenztrieb
(der Trieb, der mit dem Leittrieb konkurriert) entfernt. Die Stammverlängerung (Mittel- oder Leittrieb) und die 3 - 5 starken Seitentriebe
werden dann kräftig zurückgeschnitten. Dabei wird auf eine nach außen zeigende Knospe geschnitten, damit sich die Triebe nach
außen entwickeln und möglichst viel Luft und Licht in die Krone eindringen können. Nach einem Jahr erfolgt dann der Erziehungsschnitt.
Als erstes werden dann Konkurrenztriebe entfernt und alle nach innen wachsenden Triebe; sodann erfolgt das Einkürzen des Leittriebes
und aller Seitentriebe auf eine nach außen stehende Knospe.
Mit der ersten Blütenbildung ist ab dem 2. -3. Standjahr zu rechnen, abhängig von Standort und Boden,
die Blütezeit geht von Mai bis Juni, je nach Sorte. Apfelbäume sind selbst unfruchtbar, d.h. es muss immer ein geeigneter Befruchter in der Nähe stehen.
"An apple a day - keeps the doctor away". Dieses alte englische Sprichwort heißt übersetzt so viel wie "Ein Apfel am Tag und der Arzt ist gespart".
Tatsächlich gilt der Apfel als altbekanntes Heilmittel. Er reguliert die Darmtätigkeit und wird als Hausmittel sowohl bei Verstopfung (am Stück), als auch bei Durchfall (gerieben)
eingesetzt. Der hohe Pektingehalt senkt den Cholesterinspiegel, schützt vor Lungenkrankheiten, enthält
Stoffe, die das Krebsrisiko mindern und vieles mehr. Die Schale sollte übrigens immer mitgegessen werden, sie enthält die meisten (bis zu 70%) aller Vitamine und Mineralstoffe.
Ebenso eignet sich ein Apfel hervorragend für die Zahnpflege zwischendurch. Die enthaltenen Fruchtsäuren und Ballaststoffe haben einen reinigenden Effekt auf die Zähne und wirken ebenso gut wie ein Kaugummi.