Vitalbeere

Die Vitalbeere® oder auch Wu-Wei-Zi ist in unseren Breiten eine exotische Neuheit. In ihrer asiatischen Heimat hat sie hingegen eine lange Tradition. Der chinesische Name „Wu-Wei-Zi“ bedeutet „Kraft der fünf Geschmacksrichtungen“, weshalb die Vitalbeere® auch die Fünf-Aroma-Frucht genannt wird: Süß, sauer, herb, scharf und würzig – alles in einer Frucht.
Asiatische Naturheilkunde und moderne Wissenschaft bestätigen die einmalige medizinische Wirkung dieser aus China stammenden Gesundheits-Beeren.
Herkunft:
Die Vitalbeere® oder Schisandra chinensis, wie sie wissenschaftlich heißt, ist ursprünglich in Japan, Korea und China beheimatet und spielt in der traditionellen chinesischen Heilkunde schon seit rund zweitausend Jahren eine wichtige Rolle. Bereits in der Han-Dynastie (206 v.Chr. - 220 n.Chr.) wurde sie als eines der wirkungsvollsten Kräftigungs- und Stärkungsmittel erwähnt.
Heilwirkung:
Schon im alten China war die belebende Wirkung der Vitalbeere® bekannt. Aber sie wurde auch bei Albträumen und Schlaflosigkeit eingesetzt, was kein Widerspruch sein muss: Ein gesunder, vitaler Mensch leidet nicht an Schlaflosigkeit. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass die Vitalbeere® bei Husten hilft, wirksam das Herz stärkt, die Verdauung unterstützt, Transaminase reduziert und auch geeignet ist, um Krankheiten an Leber und Galle zu behandeln. In jüngster Zeit entdeckte man an der Middlesex-Universität, dass die Vitalbeere® auch bei Durchblutungsstörungen hilft, indem sie den gefährlichen Kalk- und Fettablagerungen in den Arterien vorbeugt, die einer der Hauptauslöser für Herzinfarkt und Schlaganfall sind. Analysen belegen, dass die Vitalbeere® sehr seltene Flavonoide enthält, die Fettablagerungen in den Adern gezielt angreifen.
Verwendung:
Frisch vom Strauch ist sie sehr sauer, daher sollte sie vor dem Verzehr verarbeitet werden.
Tee aus Blättern und Trieben 1-2 Kaffeelöffel getrocknete und zerkleinerte Blätter und Triebe rechnet man für eine Tasse Tee. Das Gemisch wird mit siedendem Wasser übergossen und einige Stunden stehen gelassen. Das ergibt ein Kalt- oder Warmgetränk mit einem säuerlichen, leicht bitteren Geschmack. Man kann mit Zucker oder Honig süßen und auch 1 Esslöffel Natursaft hineingeben, bei frischen Blättern und Trieben muss man entsprechend mehr nehmen.
Tee aus trockenen FrüchtenDer Tee aus Früchten wird wie der Tee aus Blättern bereitet. Man soll ihn aber mindestens 12 Stunden ziehen lassen. Die abgeseihten Früchte kann man essen, es bleiben ja viele nicht wasserlösliche Inhaltsstoffe, vor allem in den Samen, zurück.
Saftbereitung
• Natursaft: Die gewaschenen Beeren (1 kg Beeren und 100 ml Wasser) werden in einer Kasserolle zerdrückt (Vorsicht, die Samen sollen ganz und nach dem Pressen ausgewaschen werden) und durch ein Seihtuch gepresst. Der erhaltene Saft wird 5 Minuten auf 90°C erhitzt, in Flaschen gefüllt und kühl gelagert.
• Sirup: In diesem gewonnenen Natursaft wird 1 kg Zucker verrührt und dann 5 Minuten auf 90°C erhitzt, der Sirup wird in Flaschen gefüllt und gleich wieder in kaltem Wasser abgekühlt.
Ganze Früchte in Zuckerlösung Die gewaschenen und trockenen Beeren gibt man in Einweckgläser und übergießt sie mit einer Zuckerlösung (auf 1 kg Früchte 0,5 kg Zucker und 250 ml Wasser). Dann bei 90°C 8-10 Minuten pasteurisieren und gleich im Wasserbad abkühlen.
Aus den Früchten lässt sich auch Gelee oder Marmelade bereiten. Die Samen bleiben immer über. Sie schmecken auch ohne Fruchtfleisch gut und haben einen nicht zu unterschätzenden Nährwert. Gezielt wird aus Ihnen ein Öl destilliert, das medizinischen Zwecken dient.
Pflege:
Die Vitalbeere mag einen hellen, sonnigen bis halbschattigen Standort. Der Boden sollte fruchtbar und feucht sein, Staunässe jedoch vermeiden. Düngegaben monatlich mit Obstgehölzdünger.
Sie kann bis zu 3 m hoch werden. Platzbedarf: 1,5 m², Pflanzabstand: 1 m.
Die Vitalbeere zählt zu den Schlingpflanzen, es muss daher eine Kletterhilfe vorhanden sein, junge Triebe werden angebunden.
Blüte: Mai/Juni - Juli, blassrosa bis cremefarbig, leicht duftend. Es befinden sich weibliche und männliche Blüten an einer Pflanze.
Im 1. und 2. Standjahr meistens nur eine Blütenform, ab dem 3. Standjahr sind dann männliche und weibliche Blüten vorhanden, so dass eine Fruchtbildung erfolgen kann.
Frucht: An der weiblichen Blüte, in Trauben hängend, ähnlich einer Johannisbeere.
Pflückreife im September/ Oktober.
Herbst/Winter: Im Herbst färbt sich das Laub gelb und fällt ab. Pflanze ist winterhart, in den ersten Jahren Winterschutz ratsam. (Boden mulchen).