Pflanzung von Obstgehölzen
Wichtigste Arbeit: Gründliche Bodenbearbeitung.
Bereiten Sie eine Vorratsdüngung aus einer Mischung von: Reichlich Kompost, 1 kg Thomasphosphat, 1 1/2 kg Kalimagnesium vor. Um ganz sicher zu gehen ist es ratsam eine Bodenuntersuchung durchzuführen und erst dann die entsprechende Vorratsdüngung vorzunehmen. Für einen einzelnen Baum wird eine Pflanzgrube von mindestens 1 m x 1 m und 0,60 m Tiefe ausgehoben.
Auch hier gilt: Nie gleiches nach sich selber pflanzen. Das heißt: Wo z.B. jahrelang ein Kirschbaum stand, sollte keine Kirsche mehr gepflanzt werden, da der Boden Ermüdungserscheinungen zeigt. Ist dies nicht zu vermeiden, sollte ein gründlicher Bodenaustausch vorgenommen werden.
Wurzelware wird vor der Pflanzung gründlich gewässert und erst dann gepflanzt. Zu lange oder beschädigte Wurzeln werden zurückgeschnitten.
Bei Containerware die Wurzeln, die sich bereits in einen Ring gelegt haben, vorsichtig auseinanderziehen und ausbreiten, damit das Gehölz einen sicheren Stand erhält.
Zusätzlich einen Pflanzpfahl in Windrichtung in die Erde fest einschlagen und erst dann die Erde einfüllen. Das Gehölz gelegentlich leicht schütteln, damit die Erde in alle Ritzen und Hohlräume gelangt.
Zu beachten ist, daß der Baum bei der Pflanzung nicht tiefer zu stehen kommt, als er in der Baumschule stand, d.h., die Veredlungsstelle sollte noch sichtbar sein.
Nach der Pflanzung die Erde um den Stamm leicht antreten und gut einschlämmen. Damit die Feuchtigkeit lange hält, die Baumscheiben (= 40 bis 50 cm im Durchmesser um die Pflanzstelle herum) mit Kompost oder verrottetem Stallmist abdecken. Die Baumscheiben sollten in den ersten Jahren frei von Unkräutern, Gras etc. gehalten werden, damit es nicht zu einer Nährstoffkonkurrenz kommt. Sie können die Baumscheibe jedoch mit sog. Gründüngungspflanzen bepflanzen. Achten Sie darauf, daß die Baumscheibe mit zunehmendem Kronendurchmesser etwas "mitwachsen" soll.
Zum Schluß wird das Gehölz mit einem Kokosstrick am Pfahl festgebunden. Dies geschieht in einer 8er Schlaufe, die verhindert, daß das Gehölz zwar fest steht, aber von der Schnur nicht "erwürgt" wird.
Im Herbst sollte man vorsorglich Leimringe gegen den Frostspanner anbringen, dieser frisst im Frühjahr Blätter, Blüten und Knospen der Bäume.
Im Winter wird die Mulchschicht der Baumscheibe zum Schutz vor Frost aufgefüllt. Der Stamm wird mit Bio-Baumanstrich geweißt, damit bei Frost der Stamm nicht einreißt und so eine Eindringmöglichkeit für Pilze und Bakterien bildet.