Kübelpflanzen allgemein
Gründe
Die Gründe für eine Kübelpflanzung sind vielfältig. Zum einen können auch nicht winterharte, exotische Pflanzen Ihren Garten bereichern, wenn Sie im Winter in einem Innenraum oder geschützt überwintert werden. Zum anderen eignet sich eine Kübelpflanzung auch zur Gestaltung für alle, die keinen großen Garten haben, für Balkon und Terrasse sind Kübel ideal. Zudem kann man den die Anordnung der Kübelpflanzen jährlich ändern, so daß man viele Gestaltungsmöglichkeiten hat. Der richtige Standort für die jeweilige Pflanze ist dabei natürlich zu bedenken. Viele Gehölze wie z.B. Solitärstämmchen kommen im Kübel besser zur Geltung und schmücken auch den Platz vor der Haustür. Es sind bei der Kübelpflanzung jedoch auch einige Dinge zu beachten.
Der ausgesuchte Kübel sollte groß genug, aber nicht zu groß für die Pflanze sein. Bei einem zu großen Kübel bildet die Pflanze viele Wurzeln, was zu Lasten des Wuchses geht. Bei einem zu kleinen Kübel kann die Pflanze sich aufgrund des beschränkten Wurzelraumes nicht optimal entwickeln. Für die von uns angebotenen Zierstämmchen reicht in der Regel ein Kübel mit einer Größe von etwa 50x50x50 cm wie unsere Pflanzkübel Lugano. Je nach Pflanze muß dann nach ein paar Jahren eine Umpflanzung erfolgen.
Ob Sie einen Kübel aus Terracotta, Holz, Stein oder Kunststoff nehmen, bleibt Ihrem Geschmack überlassen. Kunststoffkübel waren lange Zeit nicht sehr ansehnlich, es gibt mittlerweile aber auch sehr schöne Kunststoffkübel, die wie Stein oder andere Materialien anmuten. Der Vorteil von Kunststoff ist seine Langlebigkeit. Auch sind Kunststoffkübel leichter als Ton, Holz oder andere Materialien. Wenn Sie die Pflanze mitsamt Kübel in ihr Winterquartier stellen, werden Sie dies zu schätzen wissen.
Kübel aus Naturmaterialien sind natürlich stilvoller, aber auch teurer und meist nicht winterfest. Auch wenn dies extra angegeben ist, können die Kübel auseinanderbrechen, da sich bei Frost die Erde ausdehnt. Um dies zu umgehen, empfiehlt es sich, den Kübel aus Naturmaterial nur als "Übertopf" zu verwenden. Wenn zwischen dem Pflanz- und Übertopf noch etwas Platz hat, wird auch der Kübel den Winter überstehen. Untersetzer werden oftmals nicht geliebt, haben jedoch Vorteile, auf die wir später noch eingehen.
Wichtig ist für alle Kübel, daß sie Löcher im Boden haben, die einen Wasserablauf gewährleisten. Kaum eine Pflanze verträgt Staunässe. Damit die Pflanzerde beim Gießen nicht auch den Weg durch die Abzugslöcher nimmt, empfielt sich eine Schicht aus Tonscherben und Kies als Drainage.
Benutzen Sie als Pflanzerde eine gute Blumen- oder Gartenerde, die sie je nach Art noch anreichern. Billige Erde ist oft von schlechter Qualität und verdichtet sehr schnell.
Kübelpflanzen benötigen mehr Wasser und Nährstoffe als Freilandpflanzen, da sie mit Ihren Wurzeln nicht in tiefere Erdschichten vordringen können. Prüfen Sie daher mit dem Finger, ob die Erde noch feucht ist. Lassen Sie sich nicht von Regenschauern täuschen, durch das Blattwerk wird das meiste Wasser am Kübel vorbeigelenkt. Wässern sie die Pflanze so lange, bis Wasser wieder unten herausläuft, dann wissen Sie, daß genug Wasser gegeben wurde. Zu viel Wasser im Untersetzer sollten Sie auskippen, nicht alle Pflanzen mögen "nasse Füße".
Kübelpflanzen müssen regelmäßig gedüngt werden. Hierzu eignen sich z.B. unser ASIHUM Zierpflanzendünger oder aber auch unser Dünger DUOSTAR GOLD, der dem Gießwasser beigemischt wird. Hier ist auch ein Untersetzer von Vorteil, denn nicht alle Balkon- und Terrassenpflaster vetragen Dünger, es können Flecken durch das herauslaufende Wasser entstehen. Ab Mitte /Ende September sollten Sie das Düngen einstellen, damit sich die Pflanzen auf die Winterruhe vorbereiten können.
Generell ist ein Rückschnitt der meisten Kübelpflanzen nicht erforderlich. Durch einen Rückschnitt sorgen Sie jedoch dafür, daß die Pflanze relativ lange im Kübel bleiben kann. Breitet Sie sich "oben herum" sehr aus, werden auch mehr Wurzeln benötigt, die die Pflanzenteile versorgen. Da wird dann der Kübel schnell zu klein. Zudem wird durch einen Rückschnitt die Bildung neuer Triebe verursacht, die der Pflanze ein frischeres Aussehen verleihen. Den Rückschnitt nehmen Sie bitte im Frühjahr vor dem Neuaustrieb vor.
Winterhart bedeutet, daß Pflanzen im Freien überwintern können. Es bedeutet jedoch nicht, daß Pflanzen im Kübel oder auch im Beet ungeschützt bleiben dürfen! Gerade bei einer Kübelpflanzung ist auf einen ausreichenden Winterschutz zu achten. Die Wurzeln der Pflanze sind nicht von so viel Erde umgeben wie bei einer Freilandpflanzung und somit bei Frost gefährdet.
Der Kübel wird daher ummantelt, mit Luftpolsterfolie, Decken, Pappe, Kokosmatten oder speziellem Vlies. Wir bieten Ihnen hierzu viele Materialien an. Zusätzlich sollte er auf "Füße" (Steine) gestellt werden, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Sonst staut sich das Wasser im Kübel und gefriert. Wenn Sie dann die Kübel noch mit Sackleinen oder anderem Stoff einpacken und eine bunte Schleife umbinden, sehen die Kübel auch im Winter schön aus.
Profi-Gärtner-Tipp: Heben Sie ein großes Loch im Garten aus und stellen Sie den oder die Kübel ganz hinein. Die Zwischenräume dann mit Laub, Mulch, Erde oder anderen isolierenden Materialien füllen. Das gleiche gilt auch für die Topf-in-Übertopf-Variante, hier empfiehlt sich für die Zwischenräume eine Schicht aus Styropor, welche auch ganzjährig dort verbleiben kann.
Natürlich sollten Sie nicht nur an die Seitenwände denken, sondern die Pflanzen auch von oben mit Mulch abdecken.
Der häufigste Grund für das Eingehen von Kübelpflanzen ist jedoch nicht das Erfrieren, sondern das Vertrocknen. Vor allem immergrüne Pflanzen verdunsten auch im Winter Wasser und müssen gelegentlich gegossen werden. Gegossen wird daher bei offenem, frostfreien Wetter. Der Boden sollte nur leicht feucht sein, nicht richtig nass.