Kirschen

Kirschen gehören neben Äpfeln zu der beliebtesten Fruchtsorte, Sie eignen sich zum Frischverzehr genausogut wie zur Weiterverarbeitung. Die weiß bis rosafarbenen Blüten kündigen den Sommer an und sind gerade in Japan sehr beliebt, man feiert dort das Kirschblütenfest.
Man unterscheidet zwischen Süß- und Sauerkirschen. Unter diesen widerum gibt es selbstfruchtende und selbst unfruchtbare Sorten.
Kirschen blühen in der Regel sehr früh, die Blüten sind daher sehr spätfrostgefährdet, in langanhaltenden Wintern können die Blüten erfrieren und die Ernte bleibt gering.
Kirschen werden fast ausschließlich von Honigbienen bestäubt, die jedoch erst bei wärmeren Temperaturen aktiv werden.
Der Standort sollte daher sonnig, aber geschützt sein, um das Gehölz vor eisigen Winden zu schützen.
Kirschen begnügen sich mit einem durchlässigen, lehmhaltigen Gartenboden, Staunässe vertragen aber auch sie nicht.
Im Frühjahr vor dem Neuaustrieb wird mit Kompost oder unserem ASIHUM Obstgehölzdünger gedüngt.

Die Ernte- und Blütezeiten sind abhängig von der Sorte, man unterteilt sie in sogenannte Kirschwochen die 7 bestimmte Zeiträume beschreiben.

1. Kirschwoche (24.5.–6.6.),
2. Kirschwoche (8.6.–18.6.),
3. Kirschwoche (20.6.–30.6.),
4. Kirschwoche (2.7.–12.7.),
5. Kirschwoche (14.7.–24.7.),
6. Kirschwoche (26.7.–8.8.),
7. Kirschwoche (10.8.–20.8.).

Oftmals werden Kirschen von der Kirschfruchtfliege befallen. Die Kirschfruchtfliege legt ab etwa Mitte Mai, wenn die Früchte
sich gelb färben, ihre Eier auf den Kirschen ab, die weißen Maden dringen durch den Stiel in die Kirsche ein und ernähren
sich von dem Fruchtfleisch. Nach etwa 3 Wochen lassen sich die Maden auf den Boden fallen, wo sie sich in einer Bodentiefe von etwa 3 cm verpuppen und im kommenden Jahr die neue Generation der Fruchtfliege bilden.
Um den Befall zu vermindern bzw. zu vermeiden, bei beginnender Gelbfärbung der Früchte sogenannte Fruchtfliegenfallen im Baum aufgehängt werden. Durch die gelben Fallen werden die Kirschfruchtfliegen von den Früchten abgelenkt und bleiben an den Leimtafeln hängen. Zusätzlich hilft es, das Fallobst aufzusammeln und zu entsorgen, damit sich die Maden nicht im Boden einnisten können.
Die frischen Austriebe werden im August eingekürzt, damit die Früchte gut reifen und das Gehölz gesund bleibt.
Sauerkirschen fruchten am einjährigen Holz, ein Rückschnitt vermeidet somit ein vergreisen der Äste.
Süßkirschen werden nach der Ernte geschnitten, ein Winterschnitt sollte vermieden werden, da Kirschbäume sehr stark ausbluten können.
Der Mitteltrieb wird um 1/3 zurückgeschnitten; von den meist zahlreichen Seitentrieben werden 3-4 starke Seitentriebe
belassen, welche ebenfalls 1/3 eingekürzt werden. Alles schwache Holz entfernen. Die Früchte werden möglichst mit Stiel geerntet, sie halten sich dann länger.
Bei jungen Gehölzen den Wurzelbereich mit Mulch abdecken, bei starkem Frost den Stamm z.B. mit Kokosmatten oder Biobaumanstrich schützen.

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