Johannisbeeren

Die Johannisbeere, die übrigens zur Familie der Stachelbeeren gehört, bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen, leicht geschützten Standort.
Der Boden sollte humos, nährstoffreich und etwas schwer sein. Johannisbeeren sind Flachwurzler, man sollte also auf genügend Wässerungen achten, die schwarze Johannisbeere braucht mehr Wasser als rote und weiße Sorten.
Vor der Pflanzung werden die Wurzeln etwas gekürzt, die Pflanzen gut gewässert und die Erde mit Kompost oder etwas Beerenobstdünger angereichert.
Das Pflanzloch sollte etwa doppelt so breit und hoch wie das Wurzelwerk sein, damit die Wurzeln nicht geknickt werden. Halb- und Hochstämme mit einem Pfahl stützen.
Tipp: Johannisbeeren etwas tiefer einsetzen als Sie beim Züchter standen, hierdurch bilden sich schneller viele Neutriebe. Damit die Pflanzen im Winter geschützt sind, eine dicke Schicht aus Laub, Kompost oder Grasschnitt aufbringen. Zusätzlich werden dem Boden durch den Abbau der Auflage wichtige Nährstoffe zugeführt. Während des Sommers sollte die Mulchauflage immer wieder aufgefüllt werden.
Mit der Blütenbildung ist im Mai/ Juni zu rechnen. Johannisbeeren sind selbstfruchtend, durch den Anbau mehrerer Sorten und die daraus folgende Kreuzbefruchtung kann der Ertrag noch gesteigert werden. Es muß ab der Blüte darauf geachtet werden, daß die Pflanzen nicht zu trocken stehen, vorübergehende Trockenheit und auch Spätfröste können einen Abfall des Fruchtansatzes bewirken. Johannisbeeren werden reif gepflückt, sie reifen nicht mehr nach und sollten zügig verarbeitet werden.
Die Pflanzung von Johannisbeeren (Büsche und Halbstämme) sollte im Abstand von mind. 1,50 m erfolgen. Beim Pflanzen belässt man 3-5 Triebe und kürzt diese dann auf 4-3 Augen ein.
Im zweiten Jahr werden die neu gebildeten einjährigen Triebe wieder auf 4-6 Augen zurückgeschnitten, wodurch eine gleichmäßige Krone und ein guter Fruchtbehang gewährleistet wird. Der Rückschnitt erfolgt grundsätzlich nach dem Blattabfall. Bei älteren Sträuchern werden nur noch altes Holz, schwache Seitentriebe und evtl. Bodenausläufer - entfernt. Ein gelegentliches Auslichten der Pflanzen schützt vor Pilzbefall, ebenso ein großzügiger Pflanzabstand.
Ganz neu bei uns sind Säulen-Johannisbeeren. Sie eignen sich durch Ihren schmalen Wuchs ausgezeichnet zur Kultivierung auf Balkon und Terrasse. Bei einer Kübelpflanzung sollte das Pflanzgefäß eine Größe von mindestens 50x50x50 cm haben. Diese Gehölze müssen regelmäßig ausgelichtet und durch einen Pfahl gestützt werden. Seitentriebe von unten her auf ca. 30-40 cm einkürzen, nach oben hin kürzer, damit die pyramidale Form erhalten bleibt. Bei zu starker Seitenverzweigung ganze Triebe wegnehmen, damit eine gute Belichtung und Ernte gewährleistet ist. Die Höhe der Säule kann man selbst bestimmen, indem man den Leittrieb an einem Bambusstab weiterführt oder die Spitze in der gewünschten Höhe wegnimmt. Im Winter sollte der Kübel ummantelt werden.

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